Impfberatung im LADR-Verbund

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Impfzentrum Geesthacht

Impfberatung im LADR-Verbund

Herzlich willkommen im Impfzentrum Geesthacht! Wenn Sie eine Auslandsreise planen und sich über mögliche gesundheitliche Gefährdungen informieren möchten, helfen wir Ihnen, die richtigen medizinischen Vorbereitungen zu treffen. Gleichzeitig sind wir kompetenter Ansprechpartner für alle Impfungen und seit Jahren anerkannte Gelbfieberimpfstelle im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Profitieren Sie von unserem Expertenwissen über:

  • spezielle Reiseimpfungen
  • (Gelbfieber, Tollwut, Hepatitis A und B, FSME, Typhus, Cholera, Poliomyelitis, Menongokokken, Japanische Enzephalitis)
  • Standard- und Auffrischimpfungen gemäß Empfehlungen der Ständigen Impfkomission (STIKO)
  • Malaria-Vorbeugung im Rahmen einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung
  • Informationen zu ausgewählten nicht impfpräventablen Infektions- und Tropenkrankheiten in ihrem Reiseland
  • Tipps zu Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene
  • Reisen mit Vorerkrankungen
  • Ratschläge zur Reiseapotheke
  • Reisen mit Risiko: Langzeitaufenthalte, Schwangere, Kinder, Senioren etc.
  • Versicherungsrechtliche Gesichtspunkte

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Impfsprechstunde. Bitte vereinbaren Sie einen Termin.

Aktuelles







Tipps für die Gesundheit auf Reisen

BERLIN – Der August gehört nach dem Juli zu den Monaten, in denen die meisten Menschen aus Deutschland ihren Urlaub antreten. Nicht wenige zieht es an weit entlegene, exotische Reiseziele – manchmal mit unerwünschten Folgen. So beeinträchtigen etwa Durchfallerkrankungen jedes Jahr den Urlaubsgenuss von etwa zwei Millionen Touristen aus Deutschland. Auch Infektionen wie Hepatitis treten immer wieder auf. Reiseimpfungen und einfache Hygieneregeln helfen dabei, den Urlaub gesund zu genießen (Infozentrum für Prävention und Früherkennung, Gelnhausen).

Reiseimpfungen so wichtig wie Koffer packen

Zur Vorbereitung der Urlaubsreise sollte nicht nur die sorgfältige Planung des Kofferinhaltes gehören. Der rechtzeitige Besuch beim Reisemediziner gehört ebenfalls dazu. Impfungen schützen Impfungen zum Beispiel vor Hepatitis A-Infektionen. Wer etwa seinen Urlaub in Mittelmeerländern plant, sollte sich impfen lassen: Statistisch gesehen bringen mehr als die Hälfte der infizierten Urlauber aus Deutschland die Leberentzündung aus diesen Ländern mit nach Hause. Wen es in den zeckenreichen Süden Deutschlands oder nach Osteuropa zieht, ist mit einer FSME-Impfung gut beraten. Wer leicht an Durchfall erkrankt, sollte mit seinem Arzt über eine orale Cholera-Impfung sprechen. Sie minimiert zumindest das Risiko, Montezumas Rache zum Opfer zu fallen.

Hygiene auf Reisen beachten

Ursache von Durchfallerkrankungen auf Reisen sind vor allem Fäkalkeime. Dagegen schützt nur konsequente Hygiene und ein paar einfache Regeln beim Essen: Der Snack vom Straßenrand sollte tabu sein, Obst und Gemüse immer nur geschält bzw. gekocht verzehrt werden und auf rohen Salat und den Eiswürfel im Cocktail verzichtet man besser ebenfalls. Manchmal geraten dennoch Parasiten wie Lamblien, Amöben oder Würmer in den Darm. Sie können noch Wochen nach der Heimreise hartnäckige Durchfallerkrankungen auslösen. Mittels einer Stuhlprobe kann der Arzt klären, ob anhaltende Beschwerden auf die Reise zurückgehen.

Weitere Informationen enthält das IPF-Faltblatt „Reisemedizin“. Es kann kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden.

Ägypten
Die Zahl der Touristen, die seit Anfang November nach ihrer Rückkehr aus dem am Roten Meer gelegenen Hurghada in ihren Heimatländern an Dengue-Fieber erkrankt sind, hat sich auf 4 erhöht. Es handelt sich um eine Frau aus Belgien, einen Mann aus Österreich und zwei russische Reisende. Presseberichten zufolge soll es in der bei Touristen beliebten Stadt mindestens 10 weitere Erkrankungen und einen Todesfall geben. Seit September wurden in der Stadt al-Qusair am Roten Meer ca. 1.200 Infektionen gemeldet. Der letzte Ausbruch mit etwa 250 Fällen wurde im Oktober 2015 im Gouvernement Asyut verzeichnet. Das Dengue-Virus wird von Mücken übertragene, die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Mückenschutz beachten.


Madagaskar
Seit Ende August wurden auf der Insel 2.384 Pest-Erkrankungen und 207 Todesfälle gemeldet. Die Mehrzahl der Patienten ist an der leicht übertragbaren Lungenpest
erkrankt, die übrigen haben eine Beulenpest entwickelt. Die Zahl der Neuinfektionen geht seit Ende Oktober zurück. Nachdem 24 Tage keine neue Erkrankung
bestätigt wurde, hat das Gesundheitsministerium den Ausbruch Ende November für beendet erklärt. Auf Madagaskar kommt die Krankheit regelmäßig vor und tritt vermehrt in der Regenzeit auf. Der überwiegende Teil der Patienten entwickelt in der Regel eine sog. Beulenpest. Laut WHO ist es das Land mit den meisten Fällen weltweit. Das Risiko für Reisende ist weiterhin gering. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden..


Myanmar
In diesem Jahr wurden bislang mehr als 200 Fälle von Japanischer Enzephalitis gemeldet, besonders betroffen ist der Karen-Staat im Südosten des Landes. 2016 wurden
landesweit 393 Erkrankungen verzeichnet. Im November und Dezember sollen im Rahmen einer Impfkampagne rund 14 Millionen Kinder im Alter zwischen 9 Monaten
und 15 Jahren immunisiert werden. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen, ggf. kann eine Impfung sinnvoll sein.


USA
In diesem Jahr wurden im Bundesstaat Texas mehr als 400 Fälle von murinem Fleckfieber diagnostiziert. Das sind die höchsten Fallzahlen seit 16 Jahren. Am stärksten betroffen sind die Regionen um Dallas-Fort Worth und Houston. Die Krankheit verläuft mit Fieber und Hautausschlag, führt selten zu Komplikationen und lässt sich antibiotisch behandeln. Betroffen waren ausschließlich Bewohner ländlicher Gebiete unter einfachen Verhältnissen. Nager, speziell Mäuse, bilden das Reservoir für den Erreger, die Übertragung erfolgt durch Flöhe. Das Risiko für Touristen ist relativ gering.


Quelle: Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf

Stand 06.12.2017