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Impfberatung im LADR-Verbund

Herzlich willkommen im Impfzentrum Geesthacht! Wenn Sie eine Auslandsreise planen und sich über mögliche gesundheitliche Gefährdungen informieren möchten, helfen wir Ihnen, die richtigen medizinischen Vorbereitungen zu treffen. Gleichzeitig sind wir kompetenter Ansprechpartner für alle Impfungen und seit Jahren anerkannte Gelbfieberimpfstelle im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Profitieren Sie von unserem Expertenwissen über:

  • spezielle Reiseimpfungen
  • (Gelbfieber, Tollwut, Hepatitis A und B, FSME, Typhus, Cholera, Poliomyelitis, Menongokokken, Japanische Enzephalitis)
  • Standard- und Auffrischimpfungen gemäß Empfehlungen der Ständigen Impfkomission (STIKO)
  • Malaria-Vorbeugung im Rahmen einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung
  • Informationen zu ausgewählten nicht impfpräventablen Infektions- und Tropenkrankheiten in ihrem Reiseland
  • Tipps zu Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene
  • Reisen mit Vorerkrankungen
  • Ratschläge zur Reiseapotheke
  • Reisen mit Risiko: Langzeitaufenthalte, Schwangere, Kinder, Senioren etc.
  • Versicherungsrechtliche Gesichtspunkte

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Impfsprechstunde. Bitte vereinbaren Sie einen Termin.

Aktuelles

Olympia: Sportgenuss mit Gelbfieber-Impfschutz Vorsorge auch im Alter

BERLIN – Am 5. August 2016 flammt das Olympische Feuer in Rio de Janeiro auf, dann beginnen die Olympischen Sommerspiele in Brasilien. Geschätzte 400.000 Sportbegeisterte feuern 15.000 Sportler an. Auch bei Urlaubern ohne sportliche Ambitionen steht das Land unterm Zuckerhut hoch im Kurs. Damit es beim Sport- und Urlaubsfieber bleibt, sollten sich Sportfans und Reisende unbedingt gegen Gelbfieber impfen lassen, rät das IPF.

Rechtzeitig an Gelbfieber-Impfung denken
Gelbfieber ist eine Virusinfektion, die zu schweren Blutungen, Gelbsucht und Nierenschäden führen kann. Bis zu zwanzig Prozent der Erkrankten sterben an der Infektion. In der Regel übertragen Mücken das Virus von infizierten Tieren auf Menschen. In dicht besiedelten Gebieten wie den brasilianischen Olympia-Metropolen droht aber auch die Übertragung Mensch-Mücke-Mensch. Eine Impfung schützt vor der Erkrankung. Sie darf nur von ausgewiesenen Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden, da der Impfstoff besonders empfindlich ist. Der Impfschutz tritt nach etwa zehn Tagen ein. Bei älteren Menschen über 60 Jahren kann es etwas länger dauern, sie sollten sich daher früher impfen lassen.

Lebenslanger Schutz oder nachimpfen lassen?
Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO schützt eine Gelbfieberimpfung lebenslang vor Ansteckung. Manche Länder bestehen vorsichtshalber dennoch auf Auffrischungsimpfungen nach zehn Jahren. Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) weisen darauf hin, dass es für bestimmte Personengruppen sinnvoll sein kann, die Impfung zu wiederholen. Dazu gehören Kinder, die im Alter von unter zwei Jahren erstmals geimpft wurden, Frauen, die in der Schwangerschaft geimpft wurden, Menschen mit HIV-Infektion und diejenigen, die gleichzeitig zur Gelbfieber-Impfung eine MMR-Impfung erhielten. Der Grund: Bei ihnen könnte die Erstimpfung nur abgeschwächt angeschlagen haben, sodass die Impfung sie unter Umständen nicht lebenslang schützt. Weitere Informationen  sowie das Faltblatt „Reisemedizin“ finden Sie hier:

https://www.vorsorge-online.de/patienten/#c1732


Angola
Bei dem Gelbfieber-Ausbruch in Angola wurden seit Juni keine neuen Infektionen bestätigt. Entsprechend den Angaben der WHO kam es seit Ende des letzten Jahres landesweit zu 3.922 Verdachtsfällen, 369 Menschen sind verstorben. In 16 der insgesamt 18 Provinzen wurden Infektionen bestätigt, alle Provinzen melden Verdachtsfälle. Am stärksten betroffen sind die Provinzen Luanda im Nordwesten und Huambo im Westen des Landes. Bis Anfang Juni wurden mehr als 10 Millionen Menschen geimpft. Bei der Einreise ist eine (einmalige) Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Presseberichten zufolge wird aktuell auch bei der Ausreise ein Impfnachweis verlangt.


Griechenland
Erstmals seit 2013 wurden zwischen Ende Juni und Mitte August dieses Jahres vier vor Ort erworbene Fälle von Malaria tertiana registriert. Zwei Menschen sind in der Region Peloponnes (Südwesten) erkrankt, zwei weitere im Bezirk Thessaloniki in der Region Zentralmakedonien im Norden des Landes. Griechenland war 1974 für malariafrei erklärt worden. Im Sommer 2011 wurden dann insgesamt 61 Fälle im Land registriert, mehr als die Hälfte davon bei Personen ohne vorherige Reiseanamnese. Die überwiegende Mehrzahl der Erkrankungen trat in der Region Evrotas im Süden der Halbinsel Peloponnes auf. Im Sommer 2012 wurden erneut 47 Erkrankungen aus derselben Gegend gemeldet, 2013 waren es nur noch drei. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe (Mückenschutz) sollte beachtet werden. Bei unklarem Fieber während oder nach einem Aufenthalt während der Sommermonate sollte ggf. an eine Malaria gedacht werden.


Peru
In diesem Jahr wurden landesweit 76 Gelbfieber-Infektionen bestätigt. 20 Menschen sind verstorben. Mit 58 Fällen am stärksten betroffen ist die Region Junin im Zentrum des Landes. Alle Infektionen wurden bei Aufenthalt in einem
Waldgebiet erworben. Es ist es die größte Zahl an Erkrankungen seit 2006. Im vergangenen Jahr wurden landesweit insgesamt 17 Erkrankungen bestätigt, 2014 waren es 15. Impfschutz beachten.


Nigeria
Nach zwei Jahren ohne neue Infektionen sind Mitte August zwei Kinder im BundesstaatBorno im Norden des Landes an Polio erkrankt. Impfkampagnen in denbetroffenen Gebieten wurden gestartet. Ende September 2015 hatte die WHO
Nigeria von der Liste der Länder gestrichen, von denen eine Gefahr der Ausbreitungausgeht. Reisende sollten Impfschutz beachten.


Quelle: das Reise-Gesundheitsnetz des CRM Centrum für Reisemedizin

Stand 24.08.2016