Impfberatung im LADR-Verbund

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Impfzentrum Geesthacht

Impfberatung im LADR-Verbund

Herzlich willkommen im Impfzentrum Geesthacht! Wenn Sie eine Auslandsreise planen und sich über mögliche gesundheitliche Gefährdungen informieren möchten, helfen wir Ihnen, die richtigen medizinischen Vorbereitungen zu treffen. Gleichzeitig sind wir kompetenter Ansprechpartner für alle Impfungen und seit Jahren anerkannte Gelbfieberimpfstelle im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Profitieren Sie von unserem Expertenwissen über:

  • spezielle Reiseimpfungen
  • (Gelbfieber, Tollwut, Hepatitis A und B, FSME, Typhus, Cholera, Poliomyelitis, Menongokokken, Japanische Enzephalitis)
  • Standard- und Auffrischimpfungen gemäß Empfehlungen der Ständigen Impfkomission (STIKO)
  • Malaria-Vorbeugung im Rahmen einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung
  • Informationen zu ausgewählten nicht impfpräventablen Infektions- und Tropenkrankheiten in ihrem Reiseland
  • Tipps zu Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene
  • Reisen mit Vorerkrankungen
  • Ratschläge zur Reiseapotheke
  • Reisen mit Risiko: Langzeitaufenthalte, Schwangere, Kinder, Senioren etc.
  • Versicherungsrechtliche Gesichtspunkte

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Impfsprechstunde. Bitte vereinbaren Sie einen Termin.

Aktuelles







Merkblatt für Reisende
Gesundheitliche Risiken und Präventionsmaßnahmen für den Besuch der FIFA Weltmeisterschaft 2018 in der RUSSISCHEN FÖRDERATION (RUS)
Die FIFA Weltmeisterschaft wird vom 14.06.2018 bis zum 15.07.2018 in mehreren Städten in RUS ausgetragen. Gesundheitsrisiken ergeben sich aus nicht infektiösen Gefahren wie Verletzungen durch Unfälle oder Gewalttaten sowie durch Infektionskrankheiten.
Beachten Sie hierzu bitte auch folgende Hinweise der Deutsche Botschaft in Moskau (https://germania.diplo.de/ru-de/themen/wm2018) und des Auswärtigen Amts (https://www.auswaertiges-amt.de/de/russischefoederationsicherheit/201536).

1. Allgemeine medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in den Großstädten RUS ist im allgemeinem gut.
Schwierigkeiten können sich ergeben durch sprachliche Einschränkungen, da in den staatlichen Gesundheitseinrichtungen nicht immer Beschäftigte mit ausreichenden Kenntnissen in mitteleuropäischen Fremdsprachen arbeiten. Während der WM werden Behörden und Gesundheitseinrichtungen aber versuchen, besonders an den stadionnahen Erste-Hilfe-Einrichtungen, zusätzlich zum medizinischen Personal Freiwillige mit ausreichend Kenntnissen in internationalen Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, ggf. auch Deutsch) einzusetzen.
Bei Unfällen und Verletzungen wird in RUS von Laien aus Angst vor Regressen oder juristischen Folgen nicht immer Erste Hilfe geleistet. Viele, besonders junge, Russen sind aber ausgesprochen hilfsbereit und sprechen zunehmend auch Fremdsprachen.
Der Abschluss einer umfassenden, weltweit gültigen Krankenversicherung und einer zuverlässigen Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Für eine Behandlung in Privatkliniken ist - unabhängig von einer bestehenden Auslandskrankenversicherung - in aller Regel eine Vorauszahlung in bar oder per Kreditkarte zu leisten. Diese kann bei schweren Erkrankungen oder Fällen bis zu mehreren Tausend Euro betragen. Auf eine ausreichende Deckung der Kreditkarte ist deshalb zu achten.
Medikamente sind in RUS in den Apotheken zuverlässig und ausreichend verfügbar. Dennoch wird die Mitnahme einer kleinen Reiseapotheke zur Behandlung von Befindlichkeitsstörungen oder Bagatellverletzungen empfohlen. Dazu gehört auch die Mitnahme von Sonnenschutzmittel und Mückenspray. Regelmäßig einzunehmende Dauermedikamente sollten in ausreichender Menge aus Deutschland mitgeführt werden. Je nach Art und Menge des Präparates ist ggf. eine Bescheinigung des behandelnden Arztes über deren Notwendigkeit mitzuführen. Dazu erteilen die russische Botschaft in Berlin oder die russischen Generalkonsulate in Deutschland Auskunft.

2. Infektionskrankheiten und Schutzmaßnahmen
Internationale Massenveranstaltungen können ein erhöhtes Risiko für die Ausbreitung von Infek-tionskrankheiten darstellen, begünstigt durch das Zusammentreffen von Gästen aus der ganzen Welt, engen Körperkontakt, Alkohol- und Drogenkonsum, Sprachbarrieren, Engpässe bei sani-
tären Einrichtungen von Massenveranstaltungen und den Verzehr von unter Umständen rasch und nicht ausreichend sicher zubereiteten Nahrungsmitteln und Getränken.
Häufiges Händewaschen, besonders vor der Nahrungsaufnahme, ist ein guter Schutz vor vielen Infektionskrankheiten.
Neuinfektionen mit dem HI-Virus (AIDS) und anderen, sexuell übertragbaren Krankheiten haben in den letzten Jahren in RUS weiterhin zugenommen, besonders durch heterosexuelle Kontakte. Besonders betroffen ist dabei die Ural-Region mit dem Austragungsort Jekaterinburg. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen bei Gelegenheitsbekanntschaften und Verkehr mit Prosti-tuierten sind deshalb dringend empfohlen (konsequent Safer Sex!).
Tuberkulose, einschließlich der multiresistenten Formen (MDR, XDR), ist landesweit ein Problem. Für Reisende und Besucher der Fußballweltmeisterschaft ist das Ansteckungsrisiko jedoch gering. Trotzdem sollten bei entsprechenden Beschwerden (Gewichtsverlust, Nachtschweiß, chronischer Husten…), die meist lange nach der eigentlichen Infektion auftreten, eine ärztliche Untersuchung veranlasst werden.
Mit den zeckenübertragenen Krankheiten Borreliose (eine von Bakterien verursachte, behandelbare Erkrankung) und FSME (eine von Viren verursachte Hirnhautentzündung, die nicht kausal behandelt werden kann) muss an allen Austragungsorten gerechnet werden. Darüber hinaus können Zecken weitere, seltene Krankheiten übertragen. Ggf. wird ein ausreichender Insektenschutz mit einem handelsüblichen Repellent („Moskitospray“), das auf Zecken wirkt, empfohlen. Stechmückenübertragene Krankheiten spielen an den Spielstätten keine Rolle.
Durchfallkrankheiten können weltweit durch unsachgemäß gelagerte oder zubereitete Lebensmittel entstehen. Sie sind meist harmlos und bedürfen keiner spezifischen Therapie. Auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr ist aber zu achten. Bei schweren und länger dauernden Beschwerden, Fieber und/oder chronischen Vorerkrankungen sollte ein Arzt konsultiert werden. Leitungswasser ist als Trinkwasser nicht geeignet!
Infekte der Luftwege („Erkältungen“) können durch Klimaschwankungen (z.B. Witterungseinbrüche oder Klimaanlagen) begünstigt werden und sind ebenfalls meist harmlos und passager. Medikamente zur Behandlung der Symptome sind in allen Apotheken erhältlich. Zur Zeit der Austragung der FIFA Weltmeisterschaft besteht in Russland keine Influenza-Saison. Grippeviren könnten aber ggf. von Besuchern der Südhalbkugel mitgebracht werden und chronisch Kranke gefährden.

3. Impfschutz
Für RUS bestehen bei der Einreise aus Europa keine Impfvorschriften. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt, anlässlich einer Reise nach RUS die Standard-Impfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert Koch-Instituts (www.rki.de) für Kinder und Erwachsene zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, ggf. auch gegen Masern, Mumps und Röteln, Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen empfiehlt das Auswärtige Amt für Langzeitaufenthalt in RUS oder besondere Exposition die Impfungen gegen Hepatitis A und B, FSME und Tollwut.
Auf Grund der besonderen Bedingungen bei internationalen Massenveranstaltungen und je nach geplanten Anschlussaktivitäten im Land können diese Impfungen ggf. auch bei einer kürzeren Reisedauer Sinn machen. Besprechen Sie die Impfempfehlungen deshalb mit Ihrem behandelnden Arzt oder einem Reisemediziner.

Quelle: Auswärtiges Amt, Gesundheitsdienst

 

Frankreich
Seit November letzten Jahres sind die Masern-Fallzahlen stark gestiegen, es wurden mehr als 2.500 Infektionen gemeldet. Besonders betroffen ist die Region Nouvelle-Aquitaine im Westen des Landes. Mitte Februar ist eine 32-jährige Frau und im Juni ist ein 26-jähriger Mann verstorben. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 519 Fälle
verzeichnet, das sind etwa sechsmal so viele wie 2016. Der Impfstatus sollte bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen überprüft und ggf. ergänzt werden.


Griechenland, Italien, USA
In der griechischen Region Attika wurden Ende Juni die ersten 3 Fälle von West Nile- Fieber in diesem Jahr bestätigt. Es gab einen weiteren Verdachtsfall. 2010 wurde das
Virus erstmals in Griechenland nachgewiesen. Seitdem kam es immer wieder zu Infektionen. Im vergangenen Jahr sind 48 Menschen erkrankt und 5 verstorben. 2015 und
2016 wurden keine Fälle registriert. Auch in der norditalienischen Provinz Rovigo (Region Venetien) wurde Ende Junidie erste menschliche Erkrankung für diese Saison gemeldet. Die Infektion kommtin Italien sporadisch vor, besonders im Norden des Landes. In New York City wurde Mitte Juni die erste Infektion für dieses Jahr verzeichnet. Es ist der jahreszeitlich früheste Nachweis in der Stadt seit 1999. Landesweit wurden indiesem Jahr bisher offiziell 10 Infektionen gemeldet, die meisten davon in Kalifornien.
2017 kam es zu 2.202 Erkrankungen und 121 Todesfällen. Das West Nile-Virus wird von Stechmücken übertragen, die Erkrankung geht mit Fieber und Muskelschmerzen einher. Später treten Lymphknotenschwellungen hinzu. Eine Hirn- oder Hirnhautentzündung kann hinzukommen. Die Erkrankung kann vor allem bei älteren Menschen tödlich verlaufen. Schutz vor Mückenstichen beachten.


Thailand
Seit Anfang des Jahres sind die nachgewiesenen Tollwut-Infektionen bei Tieren, besonders bei streunenden Hunden, stark gestiegen. Neben der Hauptstadt Bangkok sind besonders der Süden und der Nordosten des Landes betroffen. Bis Mitte Juni sind landesweit auch 11 Menschen verstorben. Die Behörden haben Impfkampagnen für
Hunde und Katzen gestartet. 1980 wurden noch 370 Todesfälle beim Menschen registriert, seitdem sind die Fallzahlen deutlich zurückgegangen. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei längeren Aufenthalten dringend zu empfehlen.


Taiwan
Bereits seit Ende Mai wurden 16 Erkrankungen an Japanischer Enzephalitis im Süden der Insel bestätigt. Die Hauptübertragungszeit für das Virus, das schwere Hirn- und
Hirnhautentzündungen verursachen kann, liegt zwischen Juni und August. Reisende sollten Mückenschutz beachten und bei einfachen Reisebedingungen die Impfung erwägen.

Tansania
Nach Angaben der Behörden haben, ausgehend von der Altstadt "Stone Town" von Sansibar-Stadt, die Chikungunya-Fallzahlen seit Anfang des Jahres auf der Insel
zugenommen. Bekämpfungsmaßnahmen wurden eingeleitet. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.


Quelle: Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf

Stand 04.07.2018